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Aktuelle Meldungen

Neuigkeiten aus der Intensiv- und Notfallmedizin

APTC: Training für die schwierigsten Einsatzlagen

15. September 2026

Wenn die Lage komplex wird und wenig Zeit bleibt ...

Zwölf erfahrene Notärzt:innen, Notfallsanitäter:innen und Mitglieder von Luftrettungscrews aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben im Juli den ersten von der DIVI zertifizierten Advanced Prehospital Trauma Care (APTC) absolviert. Das neue Kursformat richtet sich gezielt an erfahrenes präklinisches Personal und bereitet auf besonders komplexe Situationen der Traumaversorgung vor. Der nächste Kurs findet am 3. und 4. Oktober in Stuttgart statt – noch sind Plätze verfügbar.

„Wir trainieren genau die Situationen, die auch erfahrene Teams an ihre Grenzen bringen können – seltene, hochkritische Einsatzlagen, komplexe Entscheidungen und erweiterte Maßnahmen unter enormem Zeitdruck“, sagt Dr. Martin Breitkopf, Kursdirektor des APTC.

Bronchoskopie auf Intensiv: „Das kann man nicht durch Zuschauen lernen“

21. August 2026

Bronchoskopie auf Intensiv: „Das kann man nicht durch Zuschauen lernen“

Dr. Kathrin Schumann-Stoiber (Foto) und ihr Team am Klinikverbund Allgäu am Standort Immenstadt haben einen Hands-on-Kurs für Bronchoskopie auf der Intensivstation entwickelt. Daraus ist inzwischen ein Curriculum der DIVI-Akademie geworden, das auch andere Kliniken nutzen können. Im Interview erzählt die Pneumologin und Intensivmedizinerin, warum Praxis so entscheidend ist, wie aus ihrem Kurs ein übertragbares Konzept wurde – und warum sie selbst dessen Potenzial zunächst unterschätzt hat.

Frau Dr. Schumann-Stoiber, weg von der Theorie, hin zum Tun – ist das Ihr Motto?
Gute Frage. Ja, denn viele Kolleginnen und Kollegen wissen theoretisch sehr viel. Aber in der konkreten Situation fehlt vielen die Sicherheit, dieses Wissen auch anzuwenden. Bronchoskopieren auf Intensiv kann man nicht durch Zuschauen lernen.

Warum nicht?
Weil wir kritisch kranke Patienten behandeln. Ich muss nicht nur das Bronchoskop beherrschen. Ich muss den Atemweg im Blick haben, die Beatmung verstehen, die pulmonale Reserve einschätzen und gleichzeitig die Herz-Kreislauf-Situation berücksichtigen. Und: Bronchoskopie ist kein Soloinstrument. Ich brauche ein Team.

Also war für Sie klar: Dafür braucht es einen Hands-on-Kurs?
Genau. Es gibt Kurse zu einzelnen Themen, etwa zur Tracheotomie oder Beatmungsmedizin. Aber die interventionelle Bronchologie auf der Intensivstation in ihrer ganzen Breite? Fehlanzeige. Also haben wir hier im Team gesagt: Dann entwickeln wir selbst einen Kurs.

HEUTE: Junge-DIVI-Speed-Dating: Toxikologie in der Notfallmedizin

21. August 2026

Junge-DIVI-Speed-Dating: Toxikologie in der Notfallmedizin

Acht Vorträge in 120 Minuten: Das ist das Speed-Dating-Format der Jungen DIVI. Am 29. September ist es wieder so weit. Dann liegt der Fokus auf den Grundlagen der klinischen Toxikologie und der frühen präklinischen und klinischen Versorgung dieser Patient:innen. Denn auch bei Vergiftungen und Intoxikationen ist ein strukturiertes Vorgehen unverzichtbar und es gilt, schnell typische Muster zu erkennen und geeignete therapeutische Entscheidungen zu treffen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Berufsgruppen aus Rettungsdienst, Notaufnahme und Intensivmedizin, von Berufsanfänger:innen bis hin zu erfahrenen Kolleg:innen. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Termin also bereits heute im Kalender freihalten. Und gerne weitersagen!

Intensivpflege im Wandel: „Wir sollten die Versorgung mehr am Menschen ausrichten“

01. Oktober 2026

Intensivpflege im Wandel

Kongresspräsident Rolf Dubb fordert eine stärkere Rolle der Pflege/ Kongress der DIVI tagt vom 2. bis 4. Dezember 2026 in Hamburg

Hamburg, Oktober 2026 – Die Intensiv- und Notfallmedizin befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Moderne Behandlungsmöglichkeiten verbessern das Überleben schwer erkrankter Menschen, zugleich rücken die Lebensqualität der Patienten und die Rückkehr in einen selbstbestimmten Alltag stärker in den Fokus. Doch welche Rolle übernehmen Pflegefachpersonnen dabei? Diese Frage beleuchtet der DIVI-Kongresspräsident Rolf Dubb auf der Kongresspressekonferenz zum DIVI26, die am 2. Dezember 2026 von 10 bis 11 Uhr online und vor Ort im Congress Center Hamburg (CCH) stattfindet. Hier können Sie sich jetzt schon online dafür anmelden. Der diesjährige Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) tagt vom 2. bis zum 4. Dezember 2026 in Hamburg unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“.

Neues DIVI-Positionspapier – Wenn ein klares Ja zur Organspende nicht genügt

15. September 2026

Dr. Klaus Michael Lücking, Dr. Gerold Söffker und Prof. Florian Hoffmann

„Besteht der Wunsch des Patienten nach einer Organspende, so sollte zukünftig auch eine Organspende nach kontrolliertem Herzkreislaufstillstand möglich sein.“ Mit diesem zentralen Satz rückt eine interdisziplinäre Working Group der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ein bislang wenig beachtetes Thema bei der Organspende in den Fokus. Denn bisher dürfen in Deutschland Organe nur entnommen werden, wenn zuvor der irreversible Hirnfunktionsausfall – umgangssprachlich „Hirntod“ – festgestellt wurde. Das geschieht bei höchstens drei Prozent der Todesfälle auf Intensivstationen. Die große Mehrheit der Patienten, die auf der Intensivstation versterben, stirbt nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Selbst ein eindeutig dokumentierter Wunsch zur Organspende kann dann nach bisher geltendem Recht nicht umgesetzt werden. Mehr als zwei Jahre hat die Working Group die medizinischen, ethischen und rechtlichen Voraussetzungen der Organspende nach kontrolliertem Herzkreislaufstillstand (cDCD) intensiv diskutiert. In ihrem jetzt veröffentlichten wissenschaftlichen Positionspapier zeigen die Autoren, unter welchen Voraussetzungen cDCD auch in Deutschland möglich sein könnte.

Sepsis – Gerettet, aber nicht gesund

10. September 2026

PD. Dr. Christina Scharf-Janßen und Prof. Alexander Zarbock

Eine schwere Sepsis zu überstehen, ist oft erst der Anfang eines langen Weges zurück ins Leben. Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September macht die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) darauf aufmerksam, dass Betroffene und Angehörige auch nach der Entlassung Orientierung und Unterstützung brauchen. Die Fachgesellschaft sieht dabei auch die behandelnden Kliniken selbst in der Verantwortung.

Startschuss für optiSEP: 7,5-Millionen-Euro-Projekt geht in die Umsetzung

09. September 2026

Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer, Prof. Thorsten Brenner und Prof. Felix Walcher

7,5 Millionen Euro Förderung, 42 Monate Laufzeit und ein ambitioniertes Ziel: Das Forschungsprojekt optiSEP soll die Versorgung von Sepsispatient:innen von der frühen Erkennung bis zur Intensivmedizin verbessern. Jetzt im September – dem Monat des Welt-Sepsis-Tages – ist das bundesweite Projekt unter Beteiligung der DIVI offiziell angelaufen. Ab Ende des zweiten Quartals 2027 sollen die ersten Patient:innen eingeschlossen werden, noch im selben Jahr kommt das neue Maßnahmenpaket erstmals zum Einsatz.

Was KI für Intensiv- und Notfallmedizin verändert

21. August 2026

DIVI Jahrbuch 2026/2027 jetzt vorbestellen

Was verändert KI in der Intensiv- und Notfallmedizin? Wo schafft Digitalisierung neue Möglichkeiten – und welche Entwicklungen sind für die tägliche Praxis wirklich relevant? Das DIVI-Jahrbuch 2026/2027 nimmt mit „Digitalisierung und KI in der Notfall- und Intensivmedizin“ eines der derzeit dynamischsten Themen des Faches in den Fokus. Auf rund 480 Seiten ordnen die Autor:innen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse ein und verbinden sie mit State-of-the-Art-Wissen aus der gesamten Intensiv- und Notfallmedizin.

Die neue Ausgabe erscheint Anfang November und kann ab sofort zum vergünstigten Vorbestellpreis bestellt werden.

Was kann Künstliche Intelligenz in der Notfall- und Intensivmedizin bewirken?

21. September 2026

KI in der Intensivmedizin

Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) beleuchtet Chancen und Grenzen der Technologie

Hamburg, September 2026 – „Der Mensch im Mittelpunkt“ – so lautet das Motto des diesjährigen Kongresses der Notfall- und Intensivmediziner (DIVI26). In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend die Medizin transformiert, stellt sich die Frage: Ist das ein Widerspruch? Expertinnen und Experten befassen sich auf dem DIVI26, der vom 2. bis zum 4. Dezember in Hamburg stattfindet, mit der Frage, welche Rolle KI in der Notfall- und Intensivmedizin spielt – und beleuchten dabei die zentrale Rolle des Menschen in diesem Prozess. Um dieses spannende Thema wird es auch auf der Vorab-Pressekonferenz zum DIVI26 gehen, die am Donnerstag, den 26. November von 11 bis 12 Uhr stattfindet. Sie können sich hier schon jetzt dafür anmelden.